STILLSTAND BEI DEN FOSSILIEN

Betrachtet man die Naturgeschichte, so stellt man fest, daß die Lebewesen sich nicht zu verschiedenen anatomischen Strukturen entwickelten, sondern daß sie unverändert bleiben, manchmal über Hunderte Millionen Jahren. Diesen Mangel an Veränderung bezeichnen Wissenschaftler als "Stasis". Sowohl lebende Fossilien als auch Organismen, die nicht bis auf den heutigen Tag überlebt haben, doch ihre Fossilien hinterlassen haben, sind der konkrete Beweis der Unveränderlichkeit im Fossilienbestand. Dieser "Stillstand" zeigt, daß es keinen graduellen Evolutionsprozess gegeben hat. In einem Artikel in Natural History, beschreibt Stephen Jay Gould die Inkonsistenz zwischen Fossilienbestand und Evolutionstheorie:

Die Geschichte der meisten fossilierten Arten enthält zwei Merkmale, die absolut unvereinbar sind mit Gradualismus: 1. Stasis. Die meisten Arten weisen keinerlei Veränderung während ihres Daseins auf der Erde auf. Sie sehen bei ihrem Erscheinen im Fossilienbestand genau so aus, wie bei ihrem Verschwinden; morphologische Veränderungen sind in der Regel begrenzt und richtungslos. 2. Plötzliches Auftauchen. Nirgendwo sind Arten graduell erschienen, etwa durch ständige Transformation von Vorfahren; sie erscheinen schlagartig und voll ausgebildet.13

Wenn ein Lebewesen in seiner tadellosen Form bis heute überlebt hat, mit all den Eigenschaften, das es bereits vor Millionen Jahren hatte und sich überhaupt nicht verändert hat, dann ist das Beweis genug, um das gesamte von Darwin entwickelte Modell der graduellen Evolution ad acta zu legen. Doch es gibt nicht nur ein einziges Lebewesen, dies zu demonstrieren, sondern es sind Millionen. Zahllose Organismen zeigen keinerlei Unterschiede zu ihrem ursprünglichen Zustand, als sie vor Millionen Jahren auftauchten. Niles Eldredge stellt fest, daß diese Tatsache Paläontologen dazu bringt, die Idee der Evolution aufzugeben:

Kein Wunder, daß Paläontologen sich so lange vor der Evolution scheuten. Sie schien nie stattzufinden. Mühevolle Kleinarbeit ließ Zick-Zack Kurse zutage treten, ein sich-im-Kreis-drehen und die gelegentliche Akkumulation von Veränderungen über Millionen Jahre hinweg, mit einer Geschwindigkeit, die zu gering ist, um all die mächtigen Wechsel wirklich erklären zu können, die in der Geschichte der Evolution stattgefunden haben.14

Wenn es wirklich eine Evolution gegeben hätte, dann hätten sich die Organismen schrittweise durch minimale Veränderungen entwickeln müssen. Doch der Fossilienbestand zeigt das genaue Gegenteil. Verschiedene Gruppen von Organismen erschienen urplötzlich, ohne daß sie Vorfahren gehabt hätten, und sie verharrten in ihrem ursprünglichen Zustand, ohne daß es die geringsten Veränderungen gab.

Hufeisenkrabbe aus dem ordovikischen Zeitalter. Dieses 450 Millionen Jahre alte Fossil unterscheidet sich nicht von heute lebenden Arten.

Austern-Fossilien aus dem ordovikischen Zeitalter, es gibt keinen Unterschied zu ihren heutigen Gegenstücken.

Ein Seestern, über 100 Millionen Jahre alt.

Ammoniten erschienen vor etwa 350 Millionen Jahren und starben vor 65 Millionen Jahren aus. Doch in den 300 Millionen Jahren dazwischen veränderten sich die Fossilienstrukturen nicht.

35 Millionen Jahre alte Fliegen mit derselben Anatomie wie heutige Fliegen.

Dieses 170 Millionen Jahre alte Krabbenfossil aus dem Jura-Zeitalter unterscheidet sich nicht von lebenden Krabben.

Dieses 140 Millionen Jahre alte Libellenfossil aus Bayern ist identisch mit heute lebenden Libellen.

Ein an der Ostseeküste gefundenes Insektenfossil in Bernstein, über 170 Millionen Jahre alt; es unterscheidet sich nicht im geringsten von seinen heute lebenden Gegenstücken.

Das älteste bekannte Skorpion-Fossil, gefunden in East Kirkton, Schottland. Pulmonoscorpis kirktoniensis ist 320 Millionen Jahre alt, unterscheidet sich jedoch nicht von heutigen Skorpionen.

 

Der tote Punkt, an dem der Fossilienbestand angelangt ist, stellt das größte Problem für die Befürworter der Evolutionstheorie dar. Das kommt daher, weil die Evolutionisten in dem vorhandenen Fossilienbestand nach Beweisen für den Evolutionsprozess suchen, den sie sich zusammenphantasiert haben. Doch die Fossilien geben keine gesuchten Übergangsformen her, sondern sie enthüllen, daß die angeblich im Zeitablauf stetiger Veränderung unterliegenden Lebewesen nicht den geringsten Entwicklungsprozess durchlaufen, selbst nach Hunderten Millionen Jahren nicht. Alle Kreaturen sehen genauso aus, wie sie ursprünglich aufgetaucht sind, und es gab keine schrittweise Veränderung, wie sie von Darwin angenommen wurde. Niles Eldredge beschreibt, wie diese von evolutionistischen Paläontologen lange ignorierte Sackgasse Darwins Behauptung von der graduellen Evolution unterminiert:

"Doch diesen Stillstand ließ man bequemerweise unberücksichtigt, man befaßte sich einfach nicht mit diesem Aspekt der Evolutionsbiologie. Und er wurde weiter ignoriert, bis Gould und ich zeigten, daß solcherart Stabilität ein realer Aspekt der Geschichte des Lebens ist, mit dem man sich auseinandersetzen muß - und daß er eigentlich keine fundamentale Bedrohung für die grundsätzliche Annahme von Evolution ist. Denn Darwins Problem war die Glaubwürdigkeit der Grundidee von Evolution. Darwin fühlte den Drang, die ältere. Doktrin von der Beständigkeit der Arten zu widerlegen. Stillstand war für Darwin eine unschöne Inkompatibilität."15

Die Paläontologen, die das Modell des unterbrochenen Equilibriums vorschlugen, gaben zu, daß der Stillstand im Fossilienbestand ein Problem sei. Doch das sie es als unmöglich erachteten, die Idee der Evolution aufzugeben, verlegten sie sich auf die Vorstellung, Lebewesen entstünden nicht durch kleine Veränderungen, sondern durch plötzliche, große Veränderungen. Dieser Behauptung zufolge fanden evolutive Veränderungen in sehr kleinen Zeitintervallen statt und in sehr kleinen Populationen. Bis zu einem plötzlichen Sprung zeigte die Population kleine oder gar keine Veränderung und verharrte in einer Art Gleichgewicht. Da diese hypothetische Population überschaubar war, würden sogenannte große Mutationen sehr schnell von der natürlichen Auslese aufgegriffen, und so entstünden - irgendwie - neue Arten.

Die Annahme des unterbrochenen Equilibriums legt nahe, daß die Entstehung einer neuen Art in Populationen stattfand, die aus nur sehr wenigen Exemplaren von Pflanzen oder Tieren bestand. Doch dieses Evolutionsmodell ist mittlerweile durch die Mikrobiologie und durch die Genetik widerlegt worden. (Für detaillierte Informationen dazu siehe Harun Yahyas Buch Der widerlegte Darwinismus.) Es gibt außerdem keinerlei wissenschaftliche Basis für die Annahme kleiner Populationen, die den Stillstand im Fossilienbestand und somit das Fehlen von Übergangsformen erklären soll. Die Idee des unterbrochenen Equilibriums erhielt einen schweren Schlag, als man herausfand, daß eine beschränkte Population für die Evolutionstheorie gar nicht vorteilhaft wäre, sondern von Nachteil. Anstatt neue Arten hervorzubringen, bewirken kleine Populationen eher genetische Defekte. Das liegt daran, daß, die Angehörigen einer kleinen, isolierten Gruppe sich ständig innerhalb eines kleinen Genpools vermehren. Dadurch werden aus normalerweise heterozygotischen Individuen - solche innerhalb eines großen Genpools - zu Homozygoten, daß heißt, ihre genetische Variationsfähigkeit ist eingeschränkt. Dies bewirkt die Dominanz rezessiver Gene, was die Zahl von genetischen Defekten und genetisch bedingten Krankheiten in der Population ständig erhöht.

Deswegen kann das Fehlen von Übergangsformen kein Ergebnis einer Evolution innerhalb kleiner Populationen sein. Über diese nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten geltenden Unmöglichkeiten hinaus können die Anhänger des unterbrochenen Equilibriums nicht erklären, warum keine Spuren von Veränderungen in solch kleinen Populationen im Fossilienbestand zu finden sind.


Es gibt keinen Evolutionsprozess bei der Herkunft der Frösche. Die ältesten bekannten Frösche unterscheiden sich vollständig von Fischen, sie erschienen mit ihrer einzigartigen Anatomie und diese hat sich bis heute nicht geändert. Es gibt keinen Unterschied zwischen diesem etwa 25 Millionen Jahre alten Frosch-Fossil in dominikanischen Bernstein und lebenden Gegenstücken.

All dies zeigt ganz klar, daß weder das von Darwin vorgeschlagene graduelle Evolutionsmodell, noch das Modell des unterbrochenen Equilibriums, welches die Unzulänglichkeiten des ersteren erklären soll, den Stillstand im Fossilienbestand, das plötzliche Auftauchen von neuen Lebensformen und das Fehlen von Übergangsformen erklären können. Welche Theorie auch immer vorgeschlagen werden mag, alle Behauptungen, das Leben sei einer Evolution unterworfen, werden mit einem Mißerfolg enden und wissenschaftlich nicht haltbar sein, denn das Leben entwickelte sich nicht. Gott hat alles Leben aus dem Nichts erschaffen. Daher sind alle Behauptungen, das Leben habe sich entwickelt, dazu verurteilt, zu verschwinden.

Stephen J. Gould, einer der Väter der Theorie des unterbrochenen Equilibriums, gestand dies in aller Deutlichkeit ein, während einer Tagung am Hobart & William Smith College:

"Jeder Paläontologe weiß, daß die meisten Arten sich nicht verändern. Das ist ärgerlich. bereitet uns Magendrücken. Sie (die Arten) können ein wenig größer oder untersetzter werden. Doch es bleibt dieselbe Art, und das liegt nicht an Unvollkommenheit und Lücken, sondern am Stillstand; und doch ist dieser Stillstand generell als Faktum ignoriert worden. Wenn es keine Veränderung gibt, gibt es keine Evolution, also reden Sie nicht darüber."16

Die Ineffizienz  der Umwelt


Der Hai gehört zu den gefährlichsten Meerestieren. Dieses 400 Millionen Jahre alte Fossil zeigt, daß Haie niemals irgendeine Evolution durchliefen.

"Lebende Fossilien" zeigen das Fehlen jeglichen Unterschieds zwischen heutigen Arten und Fossilien aus der Vergangenheit, und sie sind der Beweis, daß die Arten über Millionen Jahre keine Evolution durchmachten. Das versetzt der Evolutionstheorie einen schweren Schlag, die bekanntermaßen behauptet, nur Organismen, die in der Lage seien, sich an sich verändernde Umweltbedingungen anzupassen, würden überleben und sich durch die Effekte von imaginären zufälligen Veränderungen zu anderen Lebewesen entwickeln. Doch lebende Fossilien zeigen, daß die Vorstellung von graduell auf Umweltbedingungen ''reagierende'' Arten bodenlos ist.

Der Hai beispielsweise ist ein sehr altes lebendes Fossil, der keine Spur einer Veränderung aufweist, obwohl er seit 400 Millionen Jahren existiert.

Der Colacanth (der Quastenflosser) wurde von Evolutionisten dargestellt als Übergangsform zwischen Fisch und Amphibium bis vor der Küste Madagaskars lebende Exemplare gefunden wurden, was eine beeindruckende Widerlegung des Szenarios der Veränderung durch Evolution bedeutet.

Trotz seines evolutionistischen Einschlags brachte das Magazin Focus in seiner türkischen Ausgabe vom April 2003 einen Bericht über Lebewesen, die seit Millionen Jahren unverändert geblieben sind und erwähnt darin auch den Colacanth:

"Die Entdeckung, daß eine Kreatur, so groß wie der Quastenflosser, so viele Jahre lebte, ohne daß die wissenschaftliche Welt dies wußte, war eine Sensation. Doch es gibt eine Vielzahl an Organismen, die wie der Quastenflosser identisch sind mit Millionen Jahre alten Fossilien. Neopilina beispielsweise, eine schneckenähnliche Krebsart, blieb 500 Millionen Jahre unverändert, der Skorpion 430 Millionen Jahre, der Pfeilschwanzkrebs 225 Millionen Jahre und die Brückenechse, ein in Neuseeland lebendes Reptil, 230 Millionen Jahre. Viele Gliederfüßler, Krokodile, Schildkröten und zahlreiche Pflanzenarten gehören ebenso auf diese immer länger werdende Liste.17

Ein Millionen Jahre altes Ahornblatt-Fossil und heutige Ahornblätter.

Ein Salamander-Fossil, 160 Millionen Jahre alt.

Ein 2 Millionen Jahre altes Ameisen-Fossil in Bernstein. Oben: Eine heute lebende Ameise. Diese Kreaturen sind immer noch die gleichen, die sie vor Millionen Jahren waren.

Ein Krokodil-Fossil, 190 Millionen Jahre alt und ein heutiges Krokodil.

Ein Feder-Fossil, 120 Millionen Jahre alt.

Heutige Schlüsselblume. Rechts: Ein Blumenfossil.

Millionen Jahre alte Schlangenfossilien zeigen, daß Schlangen sich überhaupt nicht verändert haben.

Eine Spechtfeder, identisch mit heutigen Spechtfedern.
(Oben links)
Das bisher gefundene älteste Blumenfossil.
(Oben rechts)

Focus brachte die Beispiele der Kakerlaken und Archaeen und gab offen zu, daß diese Arten der Evolutionstheorie einen Schlag versetzen:

Von der Perspektive der Evolution her gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, daß Organismen wie diese mutieren, wesentlich höher als bei anderen Organismen; denn jede neue Generation bedeutet eine Kopie der DNS. Angesichts der enormen Zahl von Kopiervorgängen, die in Millionen Jahren stattfinden, taucht ein sehr interessantes Bild vor uns auf. Der Theorie zufolge sorgen unterschiedliche Einflüsse wie sich verändernde Umweltbedingungen, feindliche Arten und Wettbewerb zwischen den Arten für eine natürliche Auslese, das heißt, für die Bevorzugung von Arten mit einer vorteilhaften Mutation. Diese Arten müßten demnach in sehr langen Zeiträumen größere Veränderungen aufweisen. DOCH DIE FAKTEN ZEIGEN DAS GEGENTEIL. Betrachten wir die Kakerlaken zum Beispiel. Sie haben eine geringe Lebenserwartung und vermehren sich sehr schnell, und doch sind sie seit etwa 250 Millionen Jahren unverändert geblieben. Bei Archaeen ist es noch deutlicher zu sehen: Sie erschienen vor rund 3,5 Milliarden Jahren, als die Erde noch sehr heiß war, und sie leben noch heute in den kochenden Wassern des Yellowstone Nationalparks.18

Die Evolutionstheorie ist eine Fiktion der Naturgeschichte der Arten, und sie wird durch die wissenschaftlichen Entdeckungen ihrer eigenen Anhänger widerlegt! Die lebenden Fossilien zeigen, daß der Einfluß der Umwelt auf das Leben keine Evolution bewirkt, sondern eher "nichtevolutiv" ist. Die Arten erhielten ihre heutige Erscheinungsform nicht durch einen Prozeß zufälliger Veränderungen. Sie wurden sämtlich vom allmächtigen Gott erschaffen, und sie blieben in dieser Form seit dem Moment ihrer Schöpfung bis zum heutigen Tag.



Ein 50 Millionen Jahre altes Skorpion-Fossil in Bernstein. (links)

Ein Brückenechse-Fossil und eine heute lebende Brückenechse.
(in der mitte)

Fossil einer Hufeisenkrabbe und ihr heutiges Gegenstück.
(rechts)


13. Stephen J. Gould, "Evolution's Erratic Pace," Natural History, Vol. 86, No. 5, May 1977, p. 14
14. Niles Eldredge, Reinventing Darwin: The Great Evolutionary Debate, [1995], phoenix: London, 1996, p. 95
15. Niles Eldredge, Time Frames: The Rethinking of Darwinian Evolution and the Theory of Punctuated Equilibria, Simon & Schuster: New York, 1985, pp. 188-189
16. Stephen Jay Gould, Lecture at Hobart & William Smith College, 14/2/1980
17. "Evrimin Cikmaz Sokaklari: Yasayan Fosiller" (Cul de sac of evolution: Living Fossils), Focus, April 2003

18. "Evrimin Cikmaz Sokaklari: Yasayan Fosiller" (Cul de sac of evolution: Living Fossils), Focus, April 2003

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